NEROBERG

NEROBERGBAHN WIESBADEN

31.08.2008

 

Bergstation

Der Neroberg ist der Hausberg der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel, das die Stadt um ca. 80 m überragt.

Auf den Neroberg fuehrt vom Nerotal seit 1888 die Nerobergbahn herauf, eine mit Wasserballast betriebene Standseilbahn. Ihre beiden Wagen sind mit einem Stahlseil miteinander verbunden, das ueber ein nicht angetriebenes Umlenkrad in der Bergstation laeuft. Der Tank des jeweils oben stehenden Wagens wird mit Wasser gefuellt. Bei der folgenden Talfahrt zieht der betankte Wagen den anderen den Berg hinauf. Die Geschwindigkeit liegt bei ca. 7,3 km/h und wird durch eine Handbremse reguliert, die ueber ein Zahnrad auf eine Zahnstange zwischen den Schienen wirkt. Die Fuellmenge des Tanks von bis zu 7.000 Litern ist abhaengig von der Anzahl der zu transportierenden Personen. An der Talstation wird der Wassertank geleert und das Wasser wieder auf den Berg gepumpt. Dies geschah urspruenglich per dampfgetriebener Pumpe, heute elektrisch. 


Die Talstation der Nerobergbahn.

Die Bahn faehrt in den Sommermonaten alle 15 Minuten mit Fahrgaesten auf den Neroberg.

 

Unter dem Wagen befindet sich der Wassertank

Antriebstechnik

Die Nerobergbahn ist eine Zahnstangenstandseilbahn, der Antrieb basiert ausschließlich auf der Schwerkraft. Die Zahnstange bei der Nerobergbahn dient ausschließlich der Bremsung bzw. der Betriebssicherheit. Wegen der Neigung der Bahn kann nicht immer als gesichert angesehen werden, dass alleine mit der Radreibung und den Bremsen jederzeit eine ausreichende Bremswirkung - und vor allem ein zuverlaessiger Stillstand - erreicht werden kann. Hier "blockiert" das Zahnrad in der Zahnstange zusaetzlich. Der Antrieb erfolgt ausschließlich ueber das Seil.

Die Gleise bestehen aus drei Laufschienen, von denen die mittlere von beiden Wagen genutzt wird. Die beiden aeußeren werden jeweils nur von einem Wagen befahren. Nur im Begegnungsabschnitt, in der Mitte der Strecke, gibt es auf einer Laenge von 70 Metern zwei eigene Gleise fuer jeden Wagen (siehe Schemazeichnung). Auf diese Weise spart man fuer einen Großteil der Bahnanlage die vierte Schiene und braucht trotzdem keine wartungsaufwaendigen Weichen

Ueber dieses Rohr, wird der Wassertank des Wagens an der Bergstation, je nach Gewicht des Wagens an der Talstation, mit Wasser gefuellt.
Der Blick vom Neroberg auf Wiesbaden

Der Monopteros im Bergpark

(ein Rundtempel mit Saeulen)

Russische Kirche 


Weithin sichtbar mit ihren fuenf vergoldeten Kuppeln ist die russisch-orthodoxe Kirche, welche der nassauische Herzog Adolf 1847 - 1855 in russisch-byzantinischem Stil als Grabeskirche fuer seine verstorbene Ehefrau Elisabeth Michailowna (eine Nichte der Zaren Alexander I. und Nikolaus I.) erbauen ließ. Ganz in der Naehe befindet sich auch ein russischer Friedhof, auf dem zahlreiche hohe Persoenlichkeiten begraben sind, die sich in der Stadt niedergelassen hatten, als diese noch Weltkurstadt war.